Lektion: Erzwungener Applaus

Mit „Applaus, Applaus!“ hat Kermit der Frosch von der Muppet-Show das Publikum immer animiert, Beifall zu klatschen. Was bei ihm lustig und offenherzig war, wirkt bei vielen Fernseh-Profis aufdringlich und schmierig. Genau Letzteres wollen wir in unserem Kurs „Schreckliches Fernsehen – leicht gemacht“ auch lernen. Das ist ganz einfach. Wir arbeiten dabei mit sogenannten Applaus-Sätzen. Das sind Phrasen, Floskeln und penetrante Aufforderungen, die wir von bestimmten Fernseh-Profis immer wieder hören, und bei denen das Publikum gar nicht anders kann, als zu klatschen. Denn – Achtung: TV-Merkregel –

Das Publikum hat nicht das Recht, nicht zu klatschen.

Bei den Applaus-Sätzen für Fernseh-Profis unterscheiden wir zwischen Moderatoren, Politikern und Künstlern. Es reicht, pro Berufsgruppe jeweils zwei Applaus-Sätze auswendig zu lernen, und das Publikum klatscht nach Ihren Regeln.

Moderatoren:

1) Ist das nicht ein wunderbares Publikum?

2) Soll Howard Carpendale noch ein zweites Lied singen? Fragen wir doch unser Publikum!

Politiker:

1) Politik muss sich wieder mehr um die Menschen kümmern.

2) Wir haben die Erde von unseren Kindern nur geliehen.

Künstler:

1) Ich bin für mehr Liebe unter den Menschen. Und das Publikum?

2) Ich liebe mein Publikum, und ich weiß, das beruht auf Gegenseitigkeit, oder?

Sie können die Liste ganz nach Belieben selber erweitern. Üben Sie unsere Applaus-Sätze am besten gleich noch heute – vor dem Spiegel, im Freundeskreis oder im Bus, und Sie werden sehen: der Beifall ist Ihnen sicher!

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