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Die Verschwörung der Doppelnamen

Das Leben könnte so einfach sein. Zumindest in der Welt der Namen. Paul Huber, Anna Müller, Vorname und Nachname. Alles kein Problem. Einmal ausgesprochen, und jeder weiß, wie man es schreibt. Aber warum einfach, wenn es auch kompliziert geht?

Es geht um die Doppelnamen. Sie machen uns das Leben schwer. Viele sind kaum zu merken. Bei vielen weiß man nicht, wie man sie schreibt. Beobachter sprechen von Besorgnis erregenden Entwicklungen. Erstens scheinen Doppelnamen immer länger zu werden. Zweitens scheinen die Doppelnamen von Prominenten besonders verzwickt zu sein. Das ist fatal, denn prominente Namen sollten sich von vielen Menschen möglichst leicht gemerkt werden können.

Doris Schröder-Köpf geht ja noch. Silvana Koch-Mehrin ist schon mittelschwierig. Aber Herta Däubler-Gmelin, Heidemarie Wieczorek-Zeul und Sabine Leutheusser-Schnarrenberger muten einem zweifellos einiges zu. Dabei wäre der Mädchenname oft schon kompliziert genug. Und Annegret Kramp-Karrenbauer, der moderne Klassiker unter den Doppelnamen, ist für Politiker, Journalisten und Bevölkerung weltweit ein Zungenbrecher. Oder ist er gar Kunst und Poesie? So wie bei der SPD-Politikerin Sigrid Skarpelis-Sperk, auch als „Triple S“ bekannt.

Nicht nur die Politik ist von diesem Phänomen durchdrungen. Die komplizierten Doppelnamen haben längst auch Sport und Boulevard erfasst. Die frühere Rennrodlerin Silke Kraushaar-Pielach und die Moderatorin Collien Ulmen-Fernandez sind nur zwei Beispiele unter vielen.

Ein schwieriger Doppelname führt eindeutig zu Problemen. Wie oft muss wohl jemand bei Moderator Hubertus Meyer-Burckhardt am Telefon nachfragen? Meyer mit „a-i“? Burckhardt mit „c-k“ oder mit einfachem „k“. Und am Ende mit „d-t“ oder nur mit „d“?

Ist das alles in Wirklichkeit völlig harmlos – oder steckt dahinter ein System und gar eine böse Absicht? Eine Verschwörung ungeahnten Ausmaßes? Eine, die anderen Verschwörungen längst den Rang abgelaufen hat? Die frühere stellvertretende DGB-Vorsitzende Ursula Engelen-Kefer, die Schauspielerin Jenny Elvers-Elbertzhagen, der ehemalige DFB-Präsident Gerhard Meyer-Vorfelder – sie könnten alle unter einer Decke stecken.

Und wer zieht die Fäden im Hintergrund? Vielleicht der berühmte Sportarzt, der sogar einen Doppelvornamen hat: Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt. Oder die Biathletin Simone Greiner-Petter-Mumm, die uns gleich einen Dreifachnamen antut. Nicht auszudenken, wenn die beiden heiraten würden.

Fragen über Fragen. Antworten und Trost können wir uns von Pastorin Oda-Gebbine Holze-Stäblein erhoffen, die oft das „Wort zum Sonntag“ gelesen hat. Allerdings ergeben die Buchstaben ihres Namens in anderer Reihenfolge angeblich ein Geheimwort. Rätseln Sie mal…

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